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HINWEISE ZUR ABWICKLUNG EINES VERKEHRSUNFALLS

  • Tina Vogel
  • 22. Oktober 2013

Bei der Abwicklung Ihres Verkehrsunfalls stehen wir Ihnen jederzeit beratend zur Seite. Unabhängig hiervon, möchten wir Ihnen als Hilfestellung ein paar Hinweise geben, um einen reibungslosen Ablauf der Regulierung Ihrer Ansprüche zu gewährleisten.

Der Schädiger hat gemäß § 249 Abs. 1 BGB den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre (Naturalrestitution).

Im Einzelnen können nachfolgende, erstattungsfähige Schadenspositionen entstehen:

  1.    Sachschaden am Kraftfahrzeug:

Zur Ermittlung des Fahrzeugschadens (bei mehr als 750,00 €) ist es sinnvoll, den Schaden durch einen Sachverständigen dokumentieren zu lassen. Das Sachverständigengutachten dient der genauen Bezifferung des Schadens, sowie der Beweissicherung.

Reparaturschaden zzgl. Wertminderung

Reparaturkosten werden grds bis zu 130% des Wiederbeschaffungswerts erstattet, sofern das Fahrzeug weiterhin, mindestens 6 Monate lang, genutzt wird. Erfolgt die Reparatur in Eigenleistung, werden die durch den Sachverständigen ermittelten Reparaturkosten in Höhe des Netto-Betrags erstattet. Eine Erstattung der MwSt. erfolgt nur, soweit diese auch angefallen ist.

Wiederbeschaffungswert abzgl. Restwert

bei Totalschaden

Dieser liegt vor, wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert übersteigen. Der Schadenersatz ist dann auf den Wiederbeschaffungswert abzgl. Restwert begrenzt.

beim wirtschaftlichen Totalschaden

Ein wirtschaftlicher Totalschaden liegt vor, wenn die Reparaturkosten zwar nicht den Wiederbeschaffungswert erreichen, die Abrechnung auf Totalschadenbasis (Wiederbeschaffungswert abzgl. Restwert) aber günstiger ist. Die Reparatur ist nur möglich, sofern das Fahrzeug mindestens 6 weitere Monate nach Reparatur genutzt wird.

  1.   sonstige Sachschäden

Beschädigungen an Gegenständen, die zum Unfallzeitpunkt mitgeführt wurden und durch den Vorfall beschädigt oder zerstört wurden (z. B. Brille, etc.), werden ebenfalls ersetzt.

  1. Abschleppkosten
  1. An- und Abmeldekosten
  1.  Schadenersatz für die Nichtverfügbarkeit des Fahrzeugs:

Die Verfügbarkeit des eigenen Kraftfahrzeugs stellt einen geldwerten Vorteil dar. Der vorübergehende Entzug ist deshalb ein Vermögensschaden, den der Schädiger zu ersetzen hat.

Mietwagenkosten

Beachte!

1.) Die Mietwagenkosten werden grds erstattet. Bei den Mietwagenkosten wird der sog. „Unfallersatztarif“ (höher als der Normaltarif), in der Regel nicht vollständig erstattet.

2.) Wegen der Anrechnung ersparter Eigenkosten, bspw. durch Abnutzung, ist es sinnvoll ein Fahrzeug anzumieten, welches eine Fahrzeugklasse tiefer eingestuft ist.

Nutzungsausfall

Wird kein Mietwagen angemietet, besteht die Möglichkeit, Nutzungsausfall für jeden Tag des Fahrzeugentzugs geltend zu machen. Voraussetzung hierfür ist der unfallbedingte Ausfall des Fahrzeugs. Bei Sonderfahrzeugen (z.B. Wohnmobile, Anhänger, etc.) kann ebenfalls ein Anspruch auf Entschädigung für den Nutzungsausfall bestehen. Hierfür bedarf es einer Einzelwertung.

  1. Schmerzensgeld

Die Höhe des Schmerzensgeldes orientiert sich an den Schmerzen, der Schwere der Verletzungen, verletzungsbedingtes Leiden (Verlauf des Heilungsprozesses), Dauer des Leidens, Dauerschäden (Verlust von Gliedern; Behinderungen), sonstige Beeinträchtigungen durch die Verletzung

  1. Verdienstausfall
  1. Auslagenpauschale

Diese beträgt zwischen 25 € und 30 €, je nach Versicherer.

  1. Kosten des Sachverständigen
  1. Kosten der Rechtsverfolgung
Tina Vogel

About Tina Vogel

Rechtsanwältin Tina Vogel ist Mitbegründerin und Partnerin der Sozietät „Anwaltskanzlei Oppenheim & Vogel“. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen in den Bereichen des Arbeitsrechts, Mietrechts, Verkehrsrechts und Vertragsrechts.